Alpenbad Reutte (Österreich)


Presse Alpenbad Reutte


Quelle: Tiroler Tageszeiung tt.com 05.10.2010

Reutte gelingt Clou beim Alpenbad

Der deutsche Betreiber der Kristallbädergruppe steigt in Projekt ein und investiert zusätzlich sechs Millionen Euro.

Von Helmut Mittermayr

Reutte - Seit 18 Jahren gibt es fast nur negative Nachrichten, was den Neubau des Reuttener Alpenbades betrifft. Was BM Alois Oberer am Montag bekannt gab, könnte die beste Meldung werden, die die Bevölkerung in Sachen Bad je gehört hat. Heinz Steinhart, der deutsche Betreiber der Kristallthermen-Gruppe, steigt in das gerade laufende Neubauprojekt in Reutte mit ein und bringt zu den schon öffentlich finanzierten 13,7 Millionen weitere sechs Millionen Euro mit. Das bisher als kommunales Regionalbad geplante Projekt "macht damit einen Sprung in eine andere Liga", erklärt der planende Architekt Armin Walch. Jetzt entsteht eine Bäderwelt und Thermenanlage mit Schwerpunkt Gesundheit. Das Breitenwanger Heilwasser wird Teil des Angebots.

"Das eigentliche Schwimmbad wird ausgesiedelt und dafür eine eigene Halle mit fünf Schwimmbahnen errichtet", weiß Vize Dietmar Koler, der alles "durchgerechnet" hat. Der Kommunalbetriebe-Geschäftsführer (RKB) Klaus Schiffer spricht von einem potenten Partner: "Steinhart ist spezialisiert auf Bäder. In seiner Gruppe hat er 850 Angestellte und setzt 60 Millionen Euro im Jahr um." Allein in Deutschland betreibt er zwölf Badewelten. Die im Außerfern bekannteste dürfte die Königliche Kristalltherme im nur 17 km entfernten Schwangau bei Füssen sein.

Einzig Ernst Hornstein, Obmann der RKB, will sich erst freuen, wenn die Verträge unter Dach und Fach sind: "Eine äußerst schwierige Konstruktion. Hier kommt Eigentum von zweien am gleichen Platz zusammen." Der Deutsche wird das Bad auf eigene Rechnung führen und Instandhaltung, mögliche Abgänge und Investitionen selbst tragen. 20 Jahre lang zahlt er jährlich 350.000 Euro Pacht an die Marktgemeinde, dann könnte das Bad in seinen Besitz übergehen. Für den Bereich Schwimmen sind im Vorentwurf sozial gestaffelte Eintrittspreise von null bis maximal vier Euro vorgesehen.

Das neue Reuttener Bad befindet sich teilweise schon im Rohbau und muss nun in kürzester Zeit komplett umgeplant werden. Tag- und Nachtschichten für das Planungsbüro sind unumgänglich. Ein Graubereich: Weil die Zeit so drängt, können die Verträge erst parallel zu den dann längst laufenden Bauarbeiten erstellt werden. Alle bisherigen Baufirmen bleiben im Boot.

"Fixer Eröffnungstermin bleibt der 1. 1. 2012", sagt BM Oberer. Und weiter: "Eine absolute Win-win-Situation. Hier können wirklich alle Seiten profitieren."


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