Der Besucherzahlen-Rechner - oder: Wie man Thermen-Besucherzahlen schön rechnen kann - am Beispiel Gesundheits-Therme Schleswig
NDR Extra 3: Die überflüssigsten Thermen in Schleswig-Holstein
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Favorit der Folgesendung: Gesundheitstherme Schleswig
Presse Thermalbad Waikiki Neustadt-Glewe
Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern vom 02. Februar 1999
Landrat räumt Badstandort beste Chancen ein / Erste Gespräche mit Wirtschaftsministerium
Neustadt-Glewe. Eindeutig war Mitte Januar das Votum des Regionalen Planungsverbandes in Sachen Bäderfrage ausgefallen: Spaß- und Sportbad in Schwerin; Bad mit Gesundheitscharakter in der Lewitzstadt; Gadebusch aus dem Rennen.
Im Prinzip träfen die Informationen, wie sie kürzlich an die Öffentlichkeit gekommen sind, schon den Kern der Sache. Nur seien sie etwas unglücklich formuliert worden, bedauert Landrat Rolf Christiansen, gleichzeitig Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes: "Im Rahmen der landesplanerischen Abstimmung hat der Verband eindeutig für Neustadt-Glewe als Standort des zentralen Bades mit Gesundheitscharakter votiert und damit seinen schon vor Monaten bezogenen Standpunkt bekräftigt." Die Landeshauptstadt, die ihrem Anspruch als Oberzentrum gerecht werden müsse, sei danach ebenfalls als Badstandort vorgesehen, wobei der Charakter jedoch eindeutig auf die sportliche Schiene ausgelegt sein müsse.
Wenn auch der Kreistag auf seiner letzten Sitzung klar für das Neustädter Konzept und den Standort in der Lewitz Stellung bezogen, bleibt die positive Beurteilung durch den Planungsverband nur die erste genommene Hürde. Letzten Endes schlägt die Sternstunde in der Lewitz erst, die einmal "Waikiki" heißen soll, wenn das Wirtschaftsministerium in letzter Instanz sein Okay gegeben hat.
Zwischenzeitlich haben sowohl ein Termin mit dem Investor, der Aqua Planet, beim Amt für Raumordnung als auch Gespräche mit dem Schweriner Wirtschaftsministerium stattgefunden. "Wenn der Investor an seinem Konzept festhält, dann hat dieses Projekt gute Karten", zeigt sich Christiansen sehr optimistisch. Insbesondere auch im Hinblick auf die Finanzierung. "Denn in den bisher geführten Gesprächen kam immer wieder raus, daß Aqua Planet die Kommune unter keinen Umständen kostenseitig mit ins Boot holen, sondern das Projekt allein finanzieren will", so Christiansen.
Nichts gibt der Landrat indes auf Spekulationen, die der Stellungnahme des Planungsverbandes unmittelbar auf dem Fuße folgten. Für den Fall, daß das Wirtschaftsministerium nur ein Bad fördert, sei es das in der Landeshauptstadt, wird nach denen im Vorfeld des ministeriellen Beschlusses prophezeit. Christiansen sieht es gelassen: "Die Schweriner spekulieren viel, wenn der Tag lang ist. Sie verkennen dabei, Neustadt hat in vielerlei Hinsicht Trümpfe zu bieten!"
Simone Herbst
© Schweriner Volkszeitung online, 1998
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