Heinz Steinhart - Weserberglandtherme in Bad Karlshafen

Der Besucherzahlen-Rechner - oder: Wie man Thermen-Besucherzahlen schön rechnen kann - am Beispiel Gesundheits-Therme Schleswig

Die überflüssigsten Thermen in Schleswig-Holstein

NDR Extra 3: Die überflüssigsten Thermen in Schleswig-Holstein

Platz 1: Keitum Therme Sylt

Platz 2: Campusbad Flensburg

Platz 3: Fördeland Therme Glücksburg

Favorit der Folgesendung: Gesundheitstherme Schleswig


Presse Weser-Therme


Quelle: www.hna.de vom 18.02.2010

Weser-Therme: Bürgermeister erinnert Sozialdemokraten an Verantwortlichkeiten

Otto: SPD will ablenken

Bad Karlshafen. Die Übernahme der Weser-Therme in Bad Karlshafen durch die Stadt und die damit verbundene Neustrukturierung des Betriebes sorgen weiter für Kontroversen. Jetzt setzt sich Bürgermeister Ullrich Otto gegen Vorwürfe der SPD-Fraktion zur Wehr, er lasse es an Transparenz vermissen.

Auf der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, die von der SPD-Fraktion beantragt worden war, hatten die Sozialdemokraten vom Bürgermeister die Offenlegung des Handelsregistereintrages der Therme, der Besucherzahlen des letzten Quartals sowie des Wirtschaftsplanes für das laufende Jahr gefordert (wir berichteten).

Kollektives Kopfschütteln

Dieser Vorstoß habe bei ihm selber sowie bei der Geschäftsleitung der Therme "kollektives Kopfschütteln hervorgerufen", so Otto gegenüber unserer Zeitung. Denn solche Informationen seien einzig dem noch zu bildenden Aufsichtsrat der Thermen-GmbH vorbehalten.

Für den Bürgermeister liegt der Verdacht nahe, dass die SPD mit solchen Forderungen vor allem von den Verantwortlichkeiten in der Vergangenheit ablenken wolle. Diese hätten entscheidend zur Finanzmisere der Stadt beigetragen.

Otto erinnert daran, dass bis zum 30. September vergangenen Jahres die Weser-Therme von der Kristallbäder-Gruppe des Heinz Steinhart betrieben worden ist. Der Auftrag für Steinhart sei unter der damaligen SPD-Mehrheit zustande gekommen. Gegen schriftliche Empfehlungen der Aufsichtsbehörden habe die SPD dem Privatunternehmen seinerzeit weitgehend freie Hand gewährt, ohne die Risiken für die Stadt in irgendeiner Weise abzusichern.

Jahrelang keine Zahlen

"Von der SPD gedeckt, weigerte sich die Kristallbäder-Gruppe jahrelang konsequent, überhaupt irgendwelche Geschäftszahlen der Therme offen zu legen - trotz entsprechender Verpflichtungen", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Bürgermeisters. Das Ende vom Lied seien schließlich riesige Einnahmeverluste für die Stadt gewesen. Nach langwierigen Rechtsstreitigkeiten sei die Therme nun aber endlich unter voller Kontrolle der Stadt.

Um der SPD trotz allem entgegen zu kommen, habe er in der Ausschusssitzung die Besucherzahlen des vierten Quartals 2009 offen gelegt und alle wesentlichen Zahlen aus dem Wirtschaftsplan zitiert.

"Die SPD hat fünf Jahre lang das Geschäftsgebaren der Kristallbäder-Gruppe kritiklos unterstützt."
Ullrich Otto

Alle anderen Forderungen der SPD sind aus Sicht des Bürgermeisters "in hohem Maße unverschämt". Gerade auch angesichts der Tatsache, dass "die SPD fünf Jahre lang das Geschäftsgebaren der Kristallbäder-Gruppe kritiklos unterstützt hat". (geh)


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