Heinz Steinhart - Weserberglandtherme in Bad Karlshafen

Der Besucherzahlen-Rechner - oder: Wie man Thermen-Besucherzahlen schön rechnen kann - am Beispiel Gesundheits-Therme Schleswig

Die überflüssigsten Thermen in Schleswig-Holstein

NDR Extra 3: Die überflüssigsten Thermen in Schleswig-Holstein

Platz 1: Keitum Therme Sylt

Platz 2: Campusbad Flensburg

Platz 3: Fördeland Therme Glücksburg

Favorit der Folgesendung: Gesundheitstherme Schleswig


Presse Weser-Therme


Quelle: www.hna.de vom 17.10.2006 / Rubrik: Solling

Bad Karlshafen

Heute ist Tag der finanziellen Aufklärung

Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Bad Karlshafen soll die Finanzierung der Therme endlich geklärt werden

Von Gerd Henke

Bad Karlshafen. Der heutige Mittwoch soll in Bad Karlshafen ganz im Zeichen der Aufklärung stehen. Die FWG/CDU-Mehrheit im Stadtparlament will ebenso wie die SPD und die Verwaltung die gedanklichen oder auch tatsächlichen Knoten entwirren, die sich bei der Finanzierung der Weserberglandtherme gebildet haben. Zu diesem Zweck ist für den 18. Oktober eine öffentliche Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses anberaumt worden.

Den Ausschussmitgliedern soll gleich im ersten Tagesordnungspunkt ein "Überblick über die Zahlungsmodalitäten beim Bau der Weserberglandtherme und aller damit direkt und indirekt zusammenhängenden Ausgaben" gegeben werden. Des weiteren sollen die "Verantwortlichkeiten bei den Zahlungen und die "Verantwortlichkeiten bei den Überzahlungen" herausgefunden und benannt werden.

Steinhart will Rederecht

Bürgermeister Ullrich Otto (parteilos), der am Mittwoch seinen ersten Arbeitstag nach seinem Herbsturlaub hat, sieht sich damit einer umfangreichen Sondierungsarbeit gegenübergestellt. Als Fachleute stehen dem Bürgermeister der Wirtschaftsprüfer der Stadtwerke, Wolfgang Annecke, sowie Wirtschaftsprüfer Thomas Brecht zur Seite.

Und noch jemand will zur Aufklärung der komplexen Sachverhalte beitragen: Thermen-Betreiber Heinz Steinhart. In einem Schreiben an den Ausschussvorsitzenden Heiner Wehmeier (FWG) hat der Chef der Kristallbäder-Gruppe sein Kommen angekündigt. "Ich beantrage Rederecht soweit es die Interessenlage unserer gemeinsamen Therme betrifft", schreibt Steinhart. Die Karlshafener Bürger hätten einen Anspruch darauf, "die Realität der Finanzierung der Therme sachlich und offen und ohne jede parteipolitische Polemik zu erfahren".

An die Adresse Wehmeiers gerichtet, möchte Steinhart "höflich anraten", weder in der Veranstaltung noch vorher Falschinformationen weiterzugeben. Wehmeiers Ausführungen, wonach die Kristall-Gruppe keine Investitionskosten getragen habe, seien einfach unwahr und könnten so nicht hingenommen werden. Der Thermen-Betreiber rechnet mit einem guten Besuch der Ausschusssitzung. Deshalb will er den Tag zu einer Sonder-Aktion nutzen. Im Foyer des Bürgerhauses sollen den Zuhörern vergünstigte Eintrittskarten für die Therme angeboten werden. Die SPD indes pocht auf eine durchgehend öffentlich gehaltene Sitzung.

Fraktionsvorsitzender Joachim Ewers gegenüber unserer Zeitung: "Es darf nicht wieder hinter verschlossenen Türen verhandelt werden." Ewers begrüßt die Teilnahme Heinz Steinharts. Das sei ganz im Sinne der Aufklärung, an der auch der SPD uneingeschränkt gelegen sei.

Die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusse beginnt um 19.30 Uhr im Bürgerhaussaal in Helmarshausen.


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